Das Doku-Drama zeichnet sowohl das Porträt des Menschen und Revolutionärs Rudi Dutschke als auch das Bild einer Generation mit ihren Utopien und Enttäuschungen. Der neunzigminütige Fernsehfilm, der mit dem Jahr 1964 einsetzt, spürt entscheidenden Stationen des Lebensweges von Rudi Dutschke nach und beschreibt die Zeit, in der Dutschke zur zentralen Figur der 68er-Bewegung aufstieg und in den Jahren 1967 und 1968 ihr maßgebliches Sprachrohr wurde, bis ihn im April 1968 ein Attentat aus dem politischen und öffentlichen Leben riss. Auch die danach beginnende Phase des Exils bis hin zu den ersten öffentlichen Auftritten in den siebziger Jahren wird behandelt.
Produktion: Deutschland 2009
Originaltitel: Dutschke
Darsteller: Christoph Bach, Matthias Koeberlin, Pasquale Aleardi, Marco Fischer, Cornelia Dörr, Martin Ohnesorge, Emily Cox, Annic-Barbara Fenske, Sebastian Fuhrmann
Regie: Stefan Krohmer
Genre: Drama, TV-Produktionen
Studio: ZDF Video
faz.net: Welch eine Chance hat dieser Film vertan, indem er das Dokumentarische fast ganz auf die aktuelle Interviewreihe beschränkte. Nur ganz wenige Male - und auch dann nur für Sekunden - deutet er an, wie er hätte vorgehen können und sollen. Zwei-, dreimal nämlich montiert er „Tagesschau“- oder Reportagematerial der mitt- und endsechziger Jahre in die Spielhandlung ein. Sofort wird es spannend, und sofort hört es wieder auf. Dabei gibt es bewegte Archivschätze zuhauf - und zumindest einen Teil von ihnen zu sehen, muss man nur auf Youtube gehen…
spiegel.de: Rudi Dutschke und kein Ende: Fast ein Jahr mühte sich das ZDF ab, einen Sendeplatz für das Porträt des streitbaren Studentenführers zu finden. Nun wird es gezeigt - und löst eine neue Debatte aus. Tatsächlich gehört “Dutschke” zum Sperrigsten, was es in der Prime-Time zu sehen gibt. Und zum Besten…
sueddeutsche.de: Ein schlechter Film. Er geht los mit der Original-Meldung des Attentats. Am 11. April 1968 schoss der Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem Westberliner SDS-Büro auf dem Kurfürstendamm dreimal auf Rudi Dutschke, traf ihn zweimal in den Kopf und verletzte ihn lebensgefährlich…
express.de: Die ZDF-Dokumentation „Dutschke” sollte seinem Leben huldigen, den an Heiligabend 1979 Verstorbenen portraitieren. Aber seine Witwe Gretchen Dutschke-Klotz (68) ist davon nicht sonderlich angetan. Die aus den USA stammende Witwe des Studentenführers hat sich kritisch zu dem Doku-Drama über ihren Mann geäußert…
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Dutschke auf YouTube
Rudi Dutschke auf wikipedia: Alfred Willi Rudi Dutschke, Rufname Rudi (* 7. März 1940 in Schönefeld bei Luckenwalde; † 24. Dezember 1979 in Århus, Dänemark), war ein deutscher marxistischer Soziologe. Er gilt als bekanntester Wortführer der westdeutschen und West-Berliner Studentenbewegung der 1960er Jahre.
Rudi Dutschke war mit Gretchen Dutschke-Klotz verheiratet, mit der er drei Kinder hatte. Er starb an den Spätfolgen eines Attentats, bei dem er schwere Hirnverletzungen davongetragen hatte.
Rudi Dutschke verstand sich seit seiner Jugendzeit als demokratischer Sozialist. In seiner Studienzeit entwickelte er sich zu einem überzeugten revolutionären Marxisten, der sich in die weithin vergessenen libertären Traditionen der Arbeiterbewegung stellte und sich sowohl vom Reformismus wie vom Stalinismus abgrenzte.
Dutschkes Ziel war die „Abschaffung von Hunger, Krieg und Herrschaft” durch eine „Weltrevolution“. Damit knüpfte er an den christlichen Sozialismus seiner Jugend an. Artikel weiterlesen















